Verspätung durch Schneefall – Rechte und Pflichten für Arbeitnehmer

Im Winter sind Schnee und Glatteis für viele Arbeitnehmer mehr als nur ein Ärgernis. Sie erschweren den Weg zur Arbeit immens und können auch unverschuldet zu Verspätungen führen. Wer wegen Schneefall zu spät zur Arbeit kommt, der muss nicht direkt fürchten, seinen Job zu verlieren. Dennoch obliegt dem Arbeitnehmer das sogenannte Wegerisiko. Dieses besagt – kurz zusammengefasst –, dass der Arbeitnehmer selbst dafür verantwortlich ist, rechtzeitig auf seiner Arbeitsstelle zu erscheinen. Was dies konkret für eine Verspätung bei Schneefall bedeutet, möchten wir Ihnen in diesem Blogbeitrag erläutern.

Verspätung bei Schneefall – Das sind Ihre Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer

Grundsätzlich besteht als Arbeitnehmer bei Schneefall die Pflicht, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. In der Theorie bedeutet dies, dass Arbeitnehmer eine längere Anreise einplanen und entsprechend früher die Fahrt zur Arbeitsstelle antreten müssen. In der Praxis kann es natürlich immer noch vorkommen, dass Sie zu spät durch Schneefall Ihre Tätigkeit antreten. In diesem Fall hat der Arbeitgeber das Recht, den Lohn für die verpasste Arbeitszeit einzubehalten. Natürlich können Sie sich hierbei auch mit Ihrem Arbeitgeber darauf einigen, die Verspätung durch den Schneefall aufzuarbeiten. Eine Pflicht besteht hierzu allerdings nicht. Ebenso kann der Arbeitgeber Sie nicht wegen einzelner Verspätungen abmahnen. Eine Abmahnung bei Verspätung wegen Schneefall droht erst dann, wenn Sie regelmäßig mehrere Stunden zu spät zur Arbeit erscheinen.

Ausnahmen für Verspätungen bei Schneefall

Auch für das Wegerisiko gibt es konkrete Ausnahmen. Setzt der Schneefall – oder eine andere Wetterlage – unerwartet ein, so entzieht sich die Verspätung der Verantwortung der Arbeitnehmer. Dies ist aber in der Regel selten gegeben. Wer im Winter zu spät zur Arbeit wegen Schnee kommt, kann die Verspätung nicht damit begründen, die Wetterlage sei nicht absehbar gewesen. Anders sieht dies beispielsweise bei einem plötzlichen Platzregen im Sommer aus. Eine weitere Ausnahme stellen Unfälle dar, da diese unmittelbar den Arbeitnehmer als Person betreffen und nicht ein Ereignis größeren Ausmaßes sind. Wer also bei schlechtem Wetter tatsächlich in einen Unfall verwickelt wird, kann dies als Entschuldigung für die Verspätung bei Schneefall vorbringen.

Wegerisiko – ein komplexes Thema

Da die Rechte und Pflichten für Arbeitnehmer bei Schneefall komplex sind, lautet unser Tipp: Sprechen Sie im besten Fall frühzeitig mit Ihrem Arbeitgeber über interne Regelungen des Unternehmens. So vermeiden Sie Unstimmigkeiten bereits im Vorfeld. Oft ist eine gute und offene Kommunikation der Schlüssel, um etwaigen Konflikten vorzubeugen. Übrigens, das hier vorgestellte Wegerisiko betrifft auch andere Gründe für Verspätungen als Schneefall. Dazu gehört beispielsweise ein Streik im Personennahverkehr. Um Ihnen all diese Unannehmlichkeiten von vornerein zu ersparen, vermitteln wir als erfahrener Personaldienstleister vor allem Jobs in der Region Köln und Bonn. Sehen Sie sich gerne unsere aktuellen Stellenangebote an oder schreiben uns eine Initiativbewerbung.